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Der zweite Traum
„Der zweite Traum“ bezieht sich auf das toltekische Weltbild, wie es vor allem durch Carlos Castaneda und Don Miguel Ruiz bekannt geworden ist. Dort wird er "Traum der zweiten Aufmerksamkeit" genannt.
Erklärung*
Wir träumen. Auch jetzt gerade in diesem Moment, in dem du vor dem Computer sitzt und diesen Beitrag liest, träumst du. Alles, was du siehst und wahrnimmst, ist nur eine Projektion in deinem Kopf, eine virtuelle Realität. Du denkst z.B. der Baum vor deinem Fenster ist außerhalb von dir, und doch kannst du ihn nur über dein Gehirn wahrnehmen, welches aus den eintreffenden Sinneseindrücken und seinem Vorwissen das Bild des Baumes zusammen setzt und ihm die entsprechende Bedeutung zuweist. Eine Biene z.B. sieht den Baum in anderen Farben, kennt das Wort Baum nicht und nimmt ihn ganz anders wahr als du. Sie lebt in ihrem eigenen Traum.
Unser Traum wird davon bestimmt, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Vielleicht hast du schonmal den Satz gehört: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst, bestimmt nicht nur, was du siehst, hörst und wie du die Welt wahrnimmst, sondern auch, wie du dich fühlst, was du für möglich hälst usw.
Der erste Traum
Das Leben beginnt mit dem ersten Traum, bzw. dem Traum der ersten Aufmerksamkeit. Als Baby oder Kleinkind ringen die Erwachsenen um deine Aufmerksamkeit und du hast natürlich keine Kontrolle darüber, auf wen oder was du deine Aufmerksamkeit verteilst. Du glaubst erstmal alles, was dir erzählt wird und investierst deinen Glauben in viele Meinungen und Glaubenssätze, die nicht der Wahrheit entsprechen. Dadurch ist auch deine Aufmerksamkeit gefangen, d.h. du kannst nicht mehr frei entscheiden, woran du glauben willst, wie du dich fühlen willst oder wie du dein Leben gestalten willst. Ein Beispiel: Du bist davon überzeugt bin, wegen der schlechten wirtschaftlichen Bedingungen keine Chance auf einen gut bezahlten Job zu haben, weil du es von kleinauf so gehört und dem zugestimmt hast. Also kannst du auch nicht genug Energie freisetzen, um dich aus deinem schlecht bezahltem Job zu lösen und fühlst weiter sich als armes Opfer.
Der zweite Traum
Im zweiten Traum bist du dir dieser Unfreiheit bewusst und findest dich nicht länger damit ab. Du sagst der Fremdsteuerung deines Glaubenssystems den Kampf an. Dein Ziel ist es, die Macht über deinen eigenen Glauben und deine Aufmerksamkeit wieder zu gewinnen. Das geht nur mit Bewusstheit. Während dieses Prozesses strukturierst du die Wahrnehmung Schritt für Schritt um. Es ist wie ein Erwachen aus einem Albtraum – die Verwandlung kann so grundlegend sein, dass du aus dem Staunen nicht mehr herauskommst. Ich z.B. bin immer noch verblüfft darüber, dass sich meine Wahrnehmung um 180 Grad gedreht hat und es dass es tatsächlich so schön sein kann. Beispiele für Glaubenssätze sind:
Übrigens: Es gibt auch noch den Traum der dritten Aufmerksamkeit. Den erreichen nur wenige Menschen. Ein paar berühmte Beispiele sind Jesus oder Buddha. Es ist der Traum der Meister. In diesem Traum ist der Kampf gewonnen. Es ist ein Traum von Liebe und Freude, Respekt und Vertrauen, dem, was man den „Himmel auf Erden“ nennt. * Don Miguel Ruiz bezieht sich in seinen Bücher und Erklärungen nicht auf die von mir angewandten Methoden. |